Vorbeugend
- Umstellung der Ernährung auf faserreiche (ballaststoffreiche) Kost
- Bewegung
Konservativ
Der erste Schub einer unkomplizierten Divertikulitis wird konservativ behandelt:
- Flüssige Kost
- Nahrungskarenz und Infusionstherapie (bei schwerer Entzündung)
- Antibiotikagabe
- Schmerztherapie
Operativ
IndikationDie Operation wird nach zwei und mehr Schüben einer akuten Divertikulitis empfohlen. Bei jungen oder abwehrgeschwächten Patienten kann zur Vermeidung von Komplikation bereits nach dem ersten Schub die Indikation gestellt werden.
MethodeEs wird das divertikeltragende Darmsegment entfernt, in den meisten Fällen das sog. Sigma. Die Operation erfolgt idealerweise im entzündunsfreien Intervall. Der Eingriff wird heute primär laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie) durchgeführt. Dies bedeutet, daß nur winzige Schnitte mit geringer Verletzungs der bauchdecke bei der Operation erforderlich sind.
Vorteile der laparoskopischen Dickdarmchirurgie:
- schnellere postoperative Nahrungsaufnahme
- geringere Schmerzen
- geringere Komplikationen wie z.B. Infektionen und Bauchwandbrüche
- kürzere Liegezeiten im Krankenhaus
- schnelle Rekonvaleszenz (rasche Eingliederung in den normalen Lebens -und Arbeitsalltag)
Ebenso ist die operative Therapie indiziert bei aufgetretenen Komplikationen wie Perforation, Fistel, Stenose, Abszeß.
Minimal Invasive OperationstechnikenAufgrund der erheblichen Fortschritte in der operativen Medizin können heute nahezu alle Formen der Divertikelerkrankung laparoskopisch (minimal invasiv) behandelt werden. Man benötigt dabei nur vier kleine Schnitte, die 5 bzw. 10 mm groß sind und im Nabel und Unterbauch liegen. Um Platz für die Operation zu schaffen, wird CO2 in die Bauchhöhle eingelassen. Nun erfolgt zunächst die Bauchspiegelung, bei der der gesamte Bauchinnenraum begutachtet werden kann. Bei der eigentlichen Operation wird das divertikeltragende Darmsegment, meißt das so genannte Sigma vollständig entfernt. Die so entstandenen Darmenden werden wieder aneinandergenäht. Es ist also kein künstlicher Darmausgang erforderlich. Die Operation erfolgt idealerweise in einem entzündungsfreien Intervall.
Durch die minimal invasive Operationstechnik (Schlüssellochchirurgie) hat der Patient erhebliche Vorteile. Zum einen entstehen kleine Narben, die geringe Schmerzen verursachen. Durch die schonende Operationstechnik wird die Wundfläche im Bauch klein gehalten, so daß nach einer solchen Operation kaum Verwachsungen (infolge von Vernarbungen, Verklebungen) in der Bauchhöhle auftreten. Dies minimiert die postoperativen Schmerzen enorm. Durch die vergleichsweise geringen Schmerzen im Bauch ist der Patient schnell wieder auf den Beinen, wodurch sich Komplikationen wie Lungenentzündung, Thrombose und Lungenembolie deutlich reduzieren lassen. Diese Vorteile, verbunden mit dem zügigen Beginn der Nahrungsaufnahme nach einer Darmoperation (Fast-track-Konzept) führen zu einer raschen Eingliederung in den normalen Lebensalltag des Patienten.